Samstag, 19. September 2015

Asylbewerber im Amt Kisdorf: Unterkünfte dringend gesucht!

Flüchtlingsunterkünfte nach dem "Kieler Modell" (Quelle)
Der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Amtes Kisdorf befasste sich auf seiner Sitzung am 17.09.2015 auch mit der Unterkunftssitution für Flüchtlinge.

Nach aktuellem Stand muss das Amt Kisdorf mindestens 87 Asylbewerber in 2015 aufnehmen. 32 Personen wurden bisher in diesem Jahr mit Unterkünften versorgt. Würde man die Verteilung der Flüchtlinge in Anlehnung an die Einwohnerzahl vornehmen, so müsste die Gemeinde Kisdorf im Jahr 2015 31 Menschen unterbringen, derzeit sind es 11. Ca. 10 weitere Plätze bietet Kisdorf dem Amt zur Unterbringung an. Damit müssen trotzdem für mindestens 45 weitere Asylbewerber Unterkünfte im Amtsgebiet bereitgestellt werden.

Michael Hamer (WKB) brachte auf der Sitzung eine Wohnung in der Alten Meierei ins Spiel, die als Flüchtlingsunterkunft - gegebenenfalls nach einer zweckorientierten Instandsetzung - genutzt werden könnte.

Bisher konnte die Unterbringung im Wesentlichen dezentral erfolgen. Damit dieses Prinzip weiterhin Anwendung finden kann, müssen weitere Wohnungen angemietet werden. Das derzeitige Angebot an privatem Wohnraum entspricht jedoch nicht dem Bedarf, ferner scheinen einige potenzielle Vermieter ein gutes Geschäft zu wittern, der leitende Verwaltungsbeamte sprach in diesem Zusammenhang von "Goldgräberstimmung". Das Amt kann und wird nicht jeden Mietpreis zahlen.

Wenn sich nicht ausreichend Wohnraum anmieten lässt, dann wird dass Amt nach Standorten suchen müssen, um dort größere Wohneinheiten realisieren zu können. Als Unterbringungstypen kommen dann in Betracht:
(1) Containerunterkünfte
(2) Schlichtwohnungen, voraussichtlich in Modulbauweise
(3) Wohngebäude nach dem sogenannten "Kieler Modell". Dabei handelt es sich um Bauskelette mit variabel gestaltbaren Innenräumen, die später gegebenenfalls für "barrierefreies Wohnen" im Alter genutzt werden könnten (Prinzip siehe HIER).

Wer also Wohnraum für Asylbewerber bereitstellen möchte, der sollte sich ans Amt Kisdorf wenden.