Dienstag, 17. Januar 2017

Raumsituation der betreuten Grundschule: Konkrete Lösungen nicht in Sicht!


Die Vorstandsmitglieder der betreuten Grundschule „Rappelkiste“ (ein gemeinnütziger Verein, der auf Basis einer Elterninitiative 1999 gegründet wurde) Katrin Nebert, Anja Hartmann und Tanja Hachmann berichteten während der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales, Kultur und Sport am 16.01.2017 über die Belegungs- und Raumsituation der betreuten Grundschule, die Kinder der ersten bis vierten Klasse vor und nach dem Unterricht betreuen. 

Die derzeit verfügbaren Räumlichkeiten seien auf die Betreuung von 75 Kindern ausgelegt. Derzeit werden 86 Kinder betreut, 71 stammen aus Kisdorf. Zum Sommer werden – Stand heute – 15 Kinder die Rappelkiste verlassen, 27 Neuanmeldungen liegen vor.
Kinder der ersten und vierten Klassen sind in Räumlichkeiten des Schulkomplexes untergebracht, Schülerinnen und Schüler der zweiten und dritten Klasse im ehemaligen Hausmeisterhaus.

Die Mitglieder des Vorstandes wiesen auch auf die aus ihrer Sicht nicht dauerhaft hinzunehmende sanitäre Situation hin, z. B. Anzahl der Toiletten und deren Zustand.

Die Ausschussmitglieder und auch anwesende Kenner der räumlichen Gegebenheiten unterbreiteten diverse Vorschläge: Nicht-genutzte Räumlichkeiten im Schulkomplex, Räume in der Olen School oder die Trauerhalle wurden genannt.

Der Vorstand der Rappelkiste wies daraufhin, dass eine zu starke räumliche Zersplitterung nur mit einer deutlichen Personalaufstockung – und damit Mehrkosten – verbunden sei.

Fazit: Gespräche laufen, die Zeit drängt, konkrete Lösungen liegen nicht auf dem Tisch.

Ein Kommentar
Alleinerziehende und berufstätige Eltern sind auf Betreuungsleistungen außerhalb der Unterrichtszeiten angewiesen. Diejenigen, die nicht auf Opa oder Oma oder auf teure Individuallösungen zurückgreifen können, werden dann nur die Wahl zwischen zwei Alternativen haben: Arbeitszeiten reduzieren bzw. den Job an den Nagel hängen oder aber eine Grundschule im Umkreis suchen, die eine Hortbetreuung gewährleistet. Und als ernstzunehmender Wettbewerber entsteht in Kaltenkirchen dann auch noch die Leibniz-Privatschule, die mit ihrem Betreuungskonzept dann vielleicht als potenzielle Ausweichmöglichkeit in die engere Wahl gelangt, wenn man es sich finanziell leisten kann. Es gilt die freie Schulwahl. Die zweite Alternative (Abwanderung) bedeutet 1. weniger Grundschüler (= weniger zugewiesene Lehrerstellen) für die Schule Kisdorf und 2. vermutlich auch weniger Schülerinnen und Schüler für den Gemeinschaftsschulzweig, denn ob einmal wegen fehlender Betreuungsmöglichkeit (= Attraktivitätseinbuße) abgewanderte Eltern ihre Kinder dann in Kisdorf an der weiterführenden Schule anmelden werden, darf zumindest bezweifelt werden, insbesondere dann, wenn man sich organisatorisch und „klimatisch“ schon an einen anderen Schulort gewöhnt hat. Lange darf man mit der Präsentation einer Lösung nicht mehr warten, denn sonst stimmen Teile der Elternschaft bei der Anmeldung der Erstklässler mit den Füßen ab. Und sie werden über die Situation mit anderen Eltern sprechen. Das könnte dann 3. einen respektablen Imageschaden verursachen. Die Zeit drängt!

Andreas Lübker

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Kommentare

Frederike (17.01.2017):
Vielleicht sollte auch die Schule umdenken. Der Unterricht der 1.+2. Klasse beginnt (ich weiß es nicht auf die Minute genau) ca. 9.00 Uhr. Für die Schüler bestimmt toll. Aber welcher Elternteil kann denn danach erst anfangen zu arbeiten? Wenn der Unterricht eine Stunde früher beginnen würde, könnte man zumindest die "Bürozeiten" noch einhalten.